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"Runder Tisch" mit Prof. Dr. Angela Mickley

Ein „Runder Tisch“ mit Prof. Dr. AngelaMickley,

Am 9.Sept. besuchte Prof. Dr. Angela Mickley das WFWP -Büro in Wien, Dr. Mickley verfügt über breit gefächerte Erfahrungen im Umgang mit gewaltsamen und lang

anhaltenden Konflikten; eine Schlüsselerfahrung war für sie Nordirland, wo sie über 3 Jahre hindurch lebte, zur Zeit der Unruhen, bzw. Bürgerkriegs. Sie bemühte sich Wege der Kommunikation zwischen den feindlichen Gemeinschaften und den kämpfenden Parteien zu finden; sie erlebte die Offenheit von Kindern als einen möglichen Ausgangspunkt, um eine Brücke über die Kluft der Feindschaften zu bauen.

Während Workshops zu Friedenspädagogik in den NL und 'Unterstützung von Norwegen gelang es eine Basis für eine friedliche Zukunft zu schaffen.

Ein weiteres Beispiel über das Dr. Mickley erichtete, war Namibia. Dort hatte sie sich über Jahre bemüht, eine Entschuldigung ihres eigenen Landes, Deutschland, gegenüber den Ethnischen Gruppen der Herero und Nama zu bewirken, für einen Völkermord in der Zeit der Kolonialisierung. Dies war jedoch aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Dennoch wurde die Anleitung zu friedlicher Konfliktlösung in Namibia sehr begrüßt! Es wurden Trainer in NGOs und Ministerien in Konfliktlösung ausgebildet, ebenso für Trauma Heilung und zum Aufbau von Resilienz.


ZuhörerInnen dieser Runde waren Personen aus Syrien, Bosnien, Guinea, Irland, wodurch verschiedene Fragen zur Sprache kamen.

Einige wichtige Punkte damit Konfliktlösung gelingen kann, (nach Prof. Mickley)

· Konfliktlösung braucht Zeit -manchmal mehrere Jahre,

· Die Lösung Konflikts muss von einer beträchtlichen Anzahl von Menschen gewünscht und gefordert werden. Diese sollten auch einen gewissen Einfluss ausüben können, wie z.B. die Frauen in Nordirland, die sich der männlichen Gewalt entgegenstellten!

· Es ist wertvoll für Kinder und Jugendliche Gelegenheit der Begegnung und gemeinsamen Aktivitäten zu schaffen, damit sie den anderen als Nächsten und Freund - als den "nicht viel anderen" erleben können.

· Prof. Mickley feste Überzeugung ist es, dass es sehr wichtig ist historische Konflikte zu lösen. Das schafft eine Basis für einen stabilen Zustand des Friedens in der Gegenwart. Daher hilft es, sich auch wenn sich Jahrhunderte später verantwortliche Vertreter einer Gruppe oder Nation für ein falsches Verhalten entschuldigen, Dies kann wesentlich zur Befriedung einer Region beitragen.

· Es ist Prof.Mickleys starker Wunsch,auch in ihrer Arbeit mit dem Militär (in Deutschland und Österreich),den Menschen Werkzeuge zur friedvollen Lösung von Konflikten in die Hand zu geben, um so unerwartete Ereignisse anders als mit Waffen lösen zu können, deeskalierend wirken zu können.

· Als einen weiteren ehr wichtigen Punkt erwähnt Dr. Mickley: Zu lernen, den Täter von der Tat zu trennen: Eine Tat zu kritisieren oder zu verurteilen, aber trotzdem der Person mit Respekt zu begegnen. Sie habe viel von den Quäkern gelernt, die immer mit allen sprechen: Opfer und Täter, die "Guten", aber auch die "Bösen" im Konflikt, und Hilfe jedenfalls allen zukommen lassen! Es eine ermutigende, stärkende Wirkung, wenn man den den positiven Anteil in einer Person anspricht. Es hat stärkt diesen Aspekt ihrer Persönlichkeit.

Renate Amesbauer

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Prof. emer. AngelaMickley: Universitätsdozentin für Konfliktmanagement; · Friedenspädagogik und Ökologieim FachbereichSoziales der FachhochschulePotsdam · zertifizierter Mediator undTrainerverband Mediation DACHe.V. · Lehre Kriseninterventionan derFührungsakademie der Bundeswehr2003-09 Competence BuildingMediation / ReconciliationInitiative in



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