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Wie kann man Kindern helfen, Konflikte mit anderen Kindern zu lösen? "Peace trough Education TEIL 2

Frau Renate Amesbauer, Präsidentin der Frauenföderation in Österreich, begrüßte das Publikum herzlich und führte durch das Programm. Frau Suzuko Hirschmann, Initiatorin des Projektes „ Peace through Education“ fasste nach ihrer Begrüßung rückblickend auf die erste Veranstaltung deren Schwerpunkte zusammen.


ØKurzfassung der Rede von Frau Sigrid Grill

Wie kann man Kindern helfen, Konflikte mit anderen Kindern zu lösen?

Ansatz: Was kann ich tun um es zu verhindern, dass Konflikte unter den Kindern entstehen?

A) OUTER PEACE

Schaffung einer kindgerechten, freundlichen Umgebung (Blumen- Farben- Spiele…)

B) INNER PEACE /LIEBE

a)Wertschätzung durch den Lehrer, aber auch dem anderen Kind gegenüber b) Achtsamkeitstraining

c) Kinder mehr loben als kritisieren

d) Kinder bestärken, Konkurrenz unter den Kindern verhindern

e) Qualitäten stärken, bereits erzielte Lernziele hervorheben

f) KEINE Negativ Beurteilungen!!

g) Selbstbewusstsein der Kinder stärken

h) Geduld haben und Vertrauen in das Kind setzen

Wenn ein Konflikt entstanden ist ….

Maßnahmen setzen „Schimpfwörter beim Fenster hinaus werfen.“

Jedes Kind ausreden lassen über das, was und warum es geschehen ist, sich Zeit nehmen, um gemeinsam den Konflikt zu lösen immer in Freundschaft auseinander gehen, sich gegenseitig entschuldigen lassen.

Ergänzend möchte ich noch hinzufügen: Es kommt auch sehr auf den Lehrer an, in welchem Zustand er sich gerade befindet.

Es ist wichtig, dass ein Lehrer ein Vorbild ist, sanft mit den Kindern spricht, sie wirklich liebt und das müssen sie auch spüren. Dann lernen sie und sind hoch motiviert.

Eine Lehrerin muss beinahe wie eine Mutter sein: überaus liebend, aber auch streng und klar, wenn es negative Tendenzen gibt.

BUCHEMPFHLUNG:

1) Eine andere Kindheit, (Iris JOHANNSSON) 2) Verschlusssache Zirbeldrüse (Dieter BROERS )

Frauenföderation für Weltfrieden WFWP Austrian Chapter

ZVR 541803429, NGO mit Beraterstatus / ECOSOC www.herzundhand.at www.wfwp-europe.org


Ø Kurzfassung der Rede von Frau Lyee Moulinett

Wie kann man Kindern helfen Konflikte mit anderen Kindern zu lösen?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, da jeder Konflikt anders ist. Außerdem können Konflikte sichtbar sein (zwei Kinder kämpfen), aber auch unsichtbar (wenn ein Kind eine unangenehme Situation erduldet, ohne etwas zu sagen). Ich möchte daher lieber auf die Frage, wie man Konflikte vorbeugen kann, eingehen und einen Punkt hervorheben, den ich in all meinen Klassen praktiziere. Dabei handelt es sich um das Lernen von Emotionen, denn wenn man seine eigenen Emotionen versteht, kann man bessere Beziehungen zu anderen aufbauen.

Mit meinen fünfjährigen Schülern lese ich Kinderbücher wie „Das Farbenmonster„, „Der Wolf, der seine Gefühle zähmen wollte“, um Emotionen zu erkennen und zu benennen. Nach dem Lesen machen wir Rollenspiele, beobachten den Körper vor einem Spiegel etc. Dann diskutieren wir gemeinsam, wie man Emotionen ausdrücken und vor allem regulieren kann: z.B. durch Zeichnen, Tagebucheinträge, Sport, Atmung etc.

Der nächste Schritt ist das Lernen von Empathie. In der Schule kann man das bei kooperativen Spielen oder beim Beobachten der Bedürfnisse anderer lernen. Ich denke, dass wir alle empathische Wesen sind, wir können diese Eigenschaft in uns selbst entwickeln. Es wurde auch nachgewiesen, dass empathische Menschen im Leben allgemein erfolgreicher sind.

Ein weiterer Ansatz für die Konfliktlösung ist die“ klare Botschaft“.

Mit dieser Methode können die Schüler selbstständig ihre Probleme lösen, in vier Schritten:

1. Das Kind sagt, dass es eine „klare Botschaft“ aussprechen möchte.

2. Es fasst die Fakten zusammen (Beispiel: Du hast gesagt, wenn ich dieses Spiel nicht spiele, bin ich nicht mehr dein Freund).

3. Es drückt seine Gefühle aus (Beispiel: Das macht mich traurig, ich habe Angst, dass ich nicht mehr dein Freund bin ...).

4. Sie versuchen, gemeinsam oder mit Hilfe eines Vermittlers (ein anderer Schüler/Schülerin mit einem objektiven Blick) oder eines Erwachsenen eine Lösung zu finden.

Wir möchten durch das Projekt „ Peace through Education“ unser Bewusstsein für die Wichtigkeit der

Charakterbildungstärken und einen Platz für Austauschschaffen, um von den wertvollen Erfahrungen, praktischen Methoden, vom Wissen und den Anregungen von Pädagoginnen für die Erziehung in der Familie und Schule zu lernen.

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