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Brücke des Friedens durch Versöhnung


Der Weg zum friedlichen und glücklichen Zusammenleben der Menschen, als eine große Gemeinschaft von Familien, die für einander da sind, ist ein Prozess und bedarf einer ständigen Erneuerung und Hingabe an dieses Ziel. Es ist eine Sehnsucht in uns selbst, die uns motiviert diesen Weg zu gehen.

Es gibt viele Hindernisse, die diesem Ideal im Wege stehen: Einige davon sind Misstrauen, Ressentiments und Hass zwischen Menschen verschiedenster Völker, Nationalitäten und Kulturen, wie sie im Laufe der Geschichte entstanden sind. Durch eine Bereitschaft sich für einander zu öffnen, einander zuzuhören und sich bemühen zu verstehen, öffnet sich ein Weg zu Vergebung und zu einer Entschlossenheit, die Wurzel der Konflikte zu erforschen und sie in der Folge zu bereinigen. Dadurch öffnen sich neue Wege des Zusammenlebens und der Zusammenarbeit und es ermöglicht uns, aus dem Kreislauf der Verletzungen auszutreten.

Frau Dr. Riehl und die Mitarbeiter/ Mitarbeiterinnen der Frauenföderation sind davon überzeugt, dass dieser Weg effektiv ist, da jeder Mensch eine einzigartige, innewohnende Natur besitzt, die ursprünglich gut ist.

Dieser Weg des Brücken Bauens, ermöglicht es jedem einzelnen dieses ursprünglich Gute, Wahre und Schöne in sich selbst zu entdecken und zu stärken! Statt weitere Schmerzen und Verletzungen entstehen Dankbarkeit und Freude, und es öffnen sich neue Möglichkeiten eines kreativen Zusammenlebens. Die Familie ist der beste Übungsplatz für all dies.

Freundschaft zwischen Frauen aus verschiedenen Nationen, Religionen und Kulturen kann diesen Weg sehr effektiv unterstützen und die Welt in uns und um uns bereichern und erneuern!


1995, 50 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges, hatte die Initiative “Brücken des Friedens“ der Internationalen „Women´s Federation for World Peace“ begonnen. Diese sollte einen Weg zur Überwindung der Ressentiments aufzeigen, die die Reminiszenz von Feindseligkeit und Kriegen sind. Diese Ressentiments, oder sogar Hass, erhalten sich oft über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte hinweg. Sie können jederzeit wiederum zu Gewalt und Krieg entflammen.

Dr. Maria Riehl hatte die „Brücken des Friedens“ persönlich in den USA erlebt, als 1995 Hunderte Frauen aus Japan nach Amerika (USA)reisten, um - 50 Jahre nach `Pearl Harbor` und „Hiroschima & Nagasaki“- „Brücken des Friedens“ und der Versöhnung zu bauen. Diese Veranstaltungsserie war in höchstem Maß berührend und beeindruckend zugleich.

Die „Brücke des Friedens“ ist ein innerer Weg, der uns ermutigt zusammen zu kommen und sich füreinander zu öffnen; Dies reicht noch tiefer als Friedensbeschlüsse. Die „Br. d.Fr.“ bauen auf einer Sehnsucht, die aus unserem innersten Herzen kommt!

Damit verbunden kommt häufig die Erkenntnis, dass Leid und Schmerz auf beiden Seiten der gleiche sind: Der Schmerz übe den Verlust von Ehemännern, Brüder, Vätern,kennt keinen Unterschied, ob man auf der Seite der Verlierer oder der Sieger steht!

In Österreich begann die Frauenföderation diese „Brücken des Friedens“ mit damals Tschechoslowakei. Da war es nicht die Verletzungen durch einen Krieg, die der Heilung bedurften; es war der Schmerz über die Nichtanerkennung von Tschechien zur Zeit der Monarchie; eine Gleichstellung im großen Reich, so wie dies mit Ungarn geschah, erfolgte damals nicht. Dazu wurde oft behauptet, dass Wien die erste Deutschsprachige Universität gegründet wurde, während dies tatsächlich in Pragder Fall war!

Weiters erwähnte Frau Riehl noch die Freundschaft unter Frauen über kulturelle, nationale und religiöse Grenzen hinweg, als einen wichtigen Pfeiler unserer Tätigkeit als Frauenföderation für Weltfrieden, sowie auch die Besinnung auf gemeinsame Werte.

(Einen vollständigen Text zu „Brücke des Friedens“ können Sie auf Wusch bei ÖFFW erhalten)


Dr. Maria Riehl ist Direktorin des WFWP UN Wien Büros.

Sie ist in Kosice/Ostslowakei geboren und aufgewachsen. Im Frühling 1968 kam sie nach Wien, um zu studieren und die Sprache zu lernen.

Am 21. August desselben Jahres marschierten in Prag die Warschauer- Pakt -Truppen ein


; dies veränderte ihr Leben grundlegend.

Dank der Unterstützung der österreichischen Regierung und der Caritas konnte Dr. Riehl ihr Medizinstudium fortsetzen und erfolgreich beenden. Dr. Riehl war 37 Jahre als praktische Ärztin tätig.

1992


fand die Gründung von der Internationalen Frauenföderation für Weltfrieden in Seou


l Süd- Korea statt. Frauen aus 72 Nationen und ca 150.000 koreanische Männer und Frauen mit ihren Familien nahmen an dieser Veranstaltung teil. Nach ihrer Rückkehr war sie mit ihrer Erfahrung maßgebend beteiligt an der Etablierung von WFWP auch in Österreich.(„Österreichische Frauenföderation für Weltfrieden“) .

Dr. Riehl ist verheiratet und Mutter von 5 erwachsenen Kindern und Großmutter von 9 Enkelkindern.



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