SCHAFFUNG EINES UNTERSTÜTZENDEN UMFELDSFÜR EINE GESUNDE ENTWICKLUNG JUNGER MENSCHEN
- renateamesb
- vor 11 Stunden
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Commission on Narcotic Drugs- CND69, 12. März 2026,

Bericht:
Am 12. März 2026 kamen Diplomaten, internationale Experten sowie Vertreter von Jugend- und zivilgesellschaftlichen Organisationen in einem Konferenzraum der Vereinten Nationen zusammen, um eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit zu besprechen: den Schutz junger Menschen vor den Gefahren von Drogen und die Schaffung eines unterstützenden Umfelds für ihre gesunde Entwicklung.
Die Veranstaltung wurde von Angela Vigliotta Mella, Botschafterin der Dominikanischen Republik in Österreich, eröffnet. In ihrer Rede betonte sie, dass der Kampf gegen Drogenmissbrauch nicht nur eine Aufgabe der Staatspolitik ist, sondern eine gemeinsame Verantwortung von Familien, Bildungseinrichtungen und der Gesellschaft als Ganzes. Investitionen in junge Menschen sind auch Investitionen in eine stabile Zukunft für die Gesellschaft.
Maria Riehl, Leiterin des Wiener Büros des Frauenbundes für Weltfrieden, begrüßte ebenfalls die Teilnehmerinnen und betonte die Bedeutung eines unterstützenden sozialen und bildungspolitischen Umfelds für junge Menschen. Das ist der einzige Weg, wie junge Menschen Fähigkeiten entwickeln können, die ihnen helfen, Herausforderungen zu überwinden und riskantes Verhalten zu vermeiden.
Karen Peters vom Büro der Vereinten Nationen für Drogen und Kriminalität stellte die Bedeutung integrierter Präventionsstrategien vor, die soziale und wirtschaftliche Risikofaktoren berücksichtigen. Eine wirksame Prävention erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen, Familien und lokalen Gemeinschaften.
Sonia Turpo, Generalsekretärin der Frauenföderation für Weltfrieden in Santo Domingo, hob die Rolle der wertebasierten Bildung hervor. Persönliche Entwicklungsprogramme könnten dazu beitragen, das kritische Denken, ein Verantwortungsbewusstsein und soziale Fähigkeiten bei jungen Menschen zu stärken und somit eine präventive Wirkung gegen Kriminalität und Drogenmissbrauch zu haben.
Weitere Beiträge kamen von internationalen Experten und Praktikern aus der Jugendarbeit. Moriko Hori, Präsidentin der Frauenföderation für World Peace International, präsentierte Initiativen, um junge Menschen weltweit dazu zu ermutigen, Verantwortung für ihre Gemeinschaften zu übernehmen.
Rogers Kasirye, Leiter der ugandischen Organisation UYDEL, berichtete über seine Arbeit mit jungen Menschen in besonders benachteiligten Gemeinden und betonte die Bedeutung von Bildungs- und Ausbildungsprogrammen als wirksame Präventionsmaßnahmen.
Laurenc Klas von der International Association of Youth and Students for Peace unterstrich die Bedeutung, junge Menschen aktiv in die Gestaltung von Präventionsprogrammen einzubeziehen.

Auch Erfahrungen aus der Suchtrehabilitation wurden vorgestellt. Pater Georg Schwarz vom Cenacolo-Rehabilitationsprojekt erklärte Ansätze, um ehemalige Drogenabhängige bei ihrer sozialen Wiedereingliederung zu unterstützen.
Paul Kogi Mburu, Gründer und Direktor von Sober Life International, betonte die Bedeutung von frühkindlicher Bildung und sozialem Bewusstsein als zentrale Elemente nachhaltiger Drogenprävention.
Die Veranstaltung wurde von Renate Amesbauer, Präsidentin des Frauenverbandes für Weltfrieden Österreich, moderiert. Abschließend betonte sie, dass der Schutz junger Menschen vor Drogen eine langfristige internationale Zusammenarbeit zwischen Regierungen, internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft erfordert.
Die Veranstaltung war Teil einer Reihe von Nebenveranstaltungen im Rahmen der UN-Kommission für Betäubungsmittel in Wien, die als eine der wichtigsten internationalen Plattformen für Diskussionen über globale Drogenpolitik sowie Präventions- und Behandlungsstrategien gilt.
Hauptbotschaften der Veranstaltung
Die Diskussion machte deutlich, dass Prävention bereits in der Familie und in der Schule beginnen muss. Bildung, die Vermittlung von Werten und soziale Fähigkeiten spielen dabei eine entscheidende Rolle. Es wurde auch betont, dass junge Menschen stärker in die Entwicklung und Umsetzung von Präventionsprogrammen eingebunden sein sollten.
Darüber hinaus hoben die Teilnehmer die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Regierungen, internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft hervor, um wirksame langfristige Strategien zur Drogenprävention und zur Unterstützung junger Menschen zu entwickeln
Geschrieben von: Hala Maghawry & Renate Amesbauer, WFWPI UN-Büro Wien
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